Crämer vs. Cremer

Wie NRW rechtsaußen meldet hat der Beisitzer des NPD-Landesvorstandes Crämer die neofaschistische Partei verlassen. Grund dafür war laut Crämer der Landesvorsitzende Cremer. Dieser sei so Crämer wörtlich mit „NS-Verrückten“ verbandelt und fahre einen „Amokkurs“.

Crämer gehörte – anders als Cremer – zu den Anhängern des Parteichefs Apfel. Genauso wie Cremer ist aber natürlich auch Crämer kein unbeschriebenes Blatt, er war 2000 an einem Überfall auf Besucher_innen einer KZ-Gedenkstätte beteiligt. Die Neonazis mit denen Cremer zusammenarbeitet hatten Crämer hiernach beschuldigt mit dem Staatsschutz zusammengearbeitet zu haben. Ob die Differenzen zwischen Crämer und Cremer hierin begründet sind, oder Crämer auch inhaltliche Probleme mit Cremer hat – Wir werden es wohl nie erfahren.

Über die Zubereitung eines Chili con Carne

Über die Frage wie Chili con Carne korrekt zubereitet wird gibt es viele konkurrierende Einschätzungen, die im entsprechenden Wikipediaartikel durchweg lesenswert zusammengefasst werden.

Diesem Wust möchte ich hiermit meine durchweg schmackhafte Variante beifügen:

• 1 Kg Rindergehacktes (wahlweise auch halb und halb)
• 2 grüne und eine rote Chilischote
• 2 Zwiebeln
• mindestens zwei Knoblauchzehen
• irgendwelches geschmackarmes Öl zum anbraten
• eine Tasse gerne auch abgestandenen Kaffees
• 1 Dose gehackte Tomaten
• Instantgemüsebrühepulver
• 2 Dosen Kidneybohnen
• 1 TL Backkakao
• Oregano
• Rotweinessig
• 1 TL Rotweinessig
• noch eine Zwiebel
• Fladenbrot, um es dazu zu essen

Zunächst werden Einweghandschuhe angezogen, eine Schutzbrille aufgesetzt und die Chilies der Länge nach halbiert, die Kerne herausgekratzt und entsorgt, und der Rest gemeinsam mit den erstgenannten Zwiebeln und dem Knoblauch fein gehackt. Das gehackte Zeug wird in dem Öl bei eher geringer Temperatur angeschwitzt, dann kommt das Gehackte dazu, die Temperatur wird hochgedreht und ordentlich gerührt. Sobald das Fleisch – wie der Profi zu sagen pflegt – Farbe bekommen hat kommen Kaffee, Tomaten und Brühepulver dazu, Deckel drauf und das ganze wird bei mäßiger Hitze köcheln gelassen.

Währenddessen wird erstmal entspannt eine Flasche Mineralwasser getrunken, schließlich will man ja nicht dehydrieren. Wer lieber ein Bierchen trinken möchte, sollte noch schnell die noch eine Zwiebel in Ringe schneiden:

Denn hackst du Zwiebelringe
mit Alkohol im Leib
so triffst du deine Finger
mit höhrer Wahrscheinlichkeit

Nachdem dies erledigt- und der Durst gelöscht ist können auch schon die Bohnendosen geöffnet werden. Bohnenglibber abspülen und die Hülsenfrüchte in den Topf gekippt werden. Deckel drauf und weiterköcheln lassen.

Nun schonmal den Tisch decken bzw. Leute dazu anhalten. Nach vielleicht so fünf Minuten das Chili mit Rotweinessig, Oregano und Backkakao abschmecken und servieren. Rohe Zwiebelringe streut sich jede_r nach Gutdünken über den Teller

Freiwirtschaftskritik für ganz Doofe

Freiwirte, also Menschen die der Meinung sind, dass man die Unmenschlichkeit unseres real existierenden Kapitalismusses dadurch bekämpfen könnte, dass man den Zins verbietet bzw. »rostendes Geld« einführt, dass an Wert verliert, sind in linken Kreisen meist nicht gut beleumdet. Ihnen wird Rechtsoffenheit vorgeworfen, sobald sie mal für NPD-Zeitungen schreiben oder in der Nazi-Kaderschmiede Collegium Humanum referieren und wenn sie es nicht tun, dann wirft man ihnen Verkürzte Kapitalismuskritik vor. Wer soll sowas kompliziertes denn Verstehen? Freiwirte sicher nicht. Darum kommt jetzt Freiwirtschaftskritik für ganz Doofe:

Verlagern wir unser Beispiel auf die Ebene des Mittelstandes, wo noch jeder mitkommt. Der Herbst ist da, die Blätter fallen von den Bäumen und der Eisdieler Guiseppe macht seine Eisdiele zu. Er hat über den Sommer genügend Geld eingenommen um den Winter zu überstehen und im Frühling neue Zutaten zu kaufen. Doch soll er das Geld jetzt unter das Kopfkissen legen? Früher, bevor die Freiwirte kamen trug er es zur Bank und bekam es im Frühling mit Zinsen wieder. Über den Winter wurde es dann beispielsweise dem Maronen-Toni geliehen, der davon seine Esskastanien kaufte. Von den dabei fließenden Zinsen lebte dann der Sparkassen-Klaus. Aber das ist ja jetzt vorbei.

Nach Freiwirtschafterlogik würde jetzt der Guiseppe das Geld dem Maronen-Toni zinslos in die Hand drücken, damit es ihm über den Winter nicht wegrostet. Aber so idealistisch ist er nicht. Er kauft von dem Geld lieber einen Gutteil der Esskastanienernte auf, lagert sie im Keller ein und verkauft sie dem Maronen-Toni dann im Januar wenn der Rest von der Kastanienernte verarbeitet ist und die Preise steigen. Ist nicht nett, aber schließlich haben die Freiwirte ja nur den Zins und nicht den Kapitalismus abgeschafft.

Hoppla, kommt einem das nicht bekannt vor? Ernte aufkaufen. Lebensmittelspekulationen. Klar, das ist doch eine der Sachen die beim nicht mehr durch Kensianische Kapitalismus-vor-sich-selber-Retter_innen gebändigten Kapitalismus rauskommen, was doch die Freiwirt_innen eigentlich verhindern wollten. Ja, ist schon Scheiße, wenn Leute ihr rostendes Schwundgeld unbedingt loswerden wollen und damit irgendwelche Finanzmärkte stürmen.

Ergo braucht man dann auch keine Kenntnis von gesamtkapitalistischen Zusammenhängen um Freiwirte scheiße zu finden. Selbst ein noch so vulgärer Occupist sollte dazu in der Lage sein.

Um so erstaunlicher, dass sich die Freigeld-Tauschkreise nach dem entgültigen Aussterben des »linken NSDAP-Flügels« um Otto Strasser fest im bauchlinken grün-idealistischen Attac-Milieu festgesetzt haben.

Vielleicht hat es ja auch was mit der Redensart »Nenne niemanden einen Idioten – leih dir Geld von ihm« zu tun. Natürlich zinslos.

Bundesregierung weiter auf Anti-Frauen-Kurs

Nach den Tumulten um das neue Buch der pro Patriarchats-Kämpferin SchröderKristina Schröder(rechts3, nebenbei auch Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend), steigt offenbar nun auch das Bundeswirtschaftsministerium ein.

Zumindest kam es zu einem Treffen des Ministerialrates Dr. Heinz Hetmeier mit Pamela Anderson, Botschafterin der holocaustrelativierenden Tierrechtsspinner PETA. Offiziell ging es um irgendwas mit Robbenfellen. Nachdem PETA allerdings zuletzt mit einer an widerliche Macker gerichteten Kampagne, in der darum geworben wurde sich vegan zu ernähren um Sexualpartnerinnen wirkungsmächtiger ramponieren zu können2 auf sich aufmerksam machte, liegt der Verdacht nahe dass Frau Schröder bald vegane Schützenhilfe aus Malibu bekommt. Damit Frauen auch weiterhin durch schlechtere Bezahlung vor Rollendiktaten geschützt werden können

  1. Das Bild stammt von Laurence Chaperon, der den Text damit nicht unterstützt, und wurde unter Creative Commons-Lizenz Namensnennung 3.0 Deutschland veröffentlicht. Nähere Infos finden sich hier[zurück]
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Wer sagt denn dass Humanismus leicht ist

Manchmal bin ich wirklich neidisch auf Jakobiner_innen. Wie schön muss es doch sein, beim Belauschen von Gesprächsfetzen der Marke „Ich habe Betty gesagt, sie soll mir [Mädchenname den ich akustisch nicht verstand] zum ficken klarmachen. Aber Betty die blöde Fotze macht garnichts. Wozu hat man denn eine Stiefschwester…“ zu wissen, dass es ausreicht dem Sprecher seinen Kopf abzuhacken um die Welt ein wenig besser zu machen.

Dagegen ich, der ich weiß dass der Mensch ein Produkt seiner Verhältnisse ist und dieser Kretin nur dadurch entstanden ist, dass es etliche Menschen gibt, die ihm nicht rechtzeitig vor die Wahl zwischen Humanismus und Eremitentum gestellt haben. Die ihm gar, so vermute ich, ein Abitur gegeben haben. Ihm und seinen Spießgesellen die auch noch lachten anstatt sich dafür zu schämen mit so jemand befreundet zu sein.

Immerhin schafft Betty ihm niemand zum Ficken ran. Möge sie vielen Menschen als Vorbild dienen.